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KLA-„Landrunde” im Düsseldorfer Landtag
Am Mittwoch, 16. März 2016 fand wieder die „Landrunde” der Katholischen Landes-arbeitsgemeinschaft Land (KLA) statt. Gesprächspartner waren die Landtagsabgeordneten Christina Schulze-Föcking, Werner Jostmeier, Hubertus Fehring, Rainer Deppe, Friedhelm Ortgieß, Margret Vosseler und Christina Schulze Föcking. Es ging um die aktuelle politische Situation in NRW und ihre Folgen für die Landwirtschaft. Wichtiges Diskussionsthema war das Landesnaturschutzgesetz.

Nach Einschätzung von Rainer Deppe, Sprecher der CDU-Fraktion im Ausschuss für Klima-schutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz drohe mit der Verabschiedung des Landesna- turschutzgesetz in der aktuellen Fassung des Gesetzesentwurfs eine Schieflage zulasten der Landwirtschaft. Die Ausweitung von Naturschutzflächen bedeute eine Reduzierung der land- und forstwirtschaftlich genutzten Flächen sowie einen stärkeren Eingriff in die Bewirtschaftung, z.B. das Umbruchsverbot für Grünland.

 


Christina Schulze Föcking (CD), Dr. Kurt Kreiten (Vorsitzender der KLA Land), Margret Vosseler (CDU) beim Treffen im Düsseldorfer Landtag am 16.3.2016.

Christina Schulze Föcking, Landwirtin und stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtags-fraktion, ist überzeugt, dass das Landesnaturschutzgesetz nicht mehr, sondern weniger Naturschutz bringen wird. Kein Landwirt werde mehr freiwillig Naturschutz betreiben, wenn er für seine Bemühungen nur weitere zusätzliche Auflagen als „Lohn” erhält, die ihn bei seiner landwirtschaftlichen Tätigkeit. unangemessen einschränken.

Claudia Mors, Vorsitzende des Regionalvorstands Münsterland der Katholischen Landjugend-bewegung (KLJB) drückte ihre Sorge aus, dass wenn dieser Trend in der Umwelt- und Naturschutzpolitik des Landes anhalte, die Landwirtschaft „vor die Wand” fahre.

Friedhelm Ortgieß (CDU), Vorsitzender des Umwelt- und Agrarausschusses im Düsseldorfer Landtag, vermisste eine Positionierung der SPD in der Umwelt- und Agrarpolitik. Bei der Landesregierung gebe es eine klare Arbeitsteilung. Alles, was im Bereich dieser Politikfelder zu tun ist, überlasse man dem Hause Remmel. Die Grünen hätten sich am Ende gegenüber dem Koalitionspartner immer durchgesetzt, das hätten alle bisherigen Gesetzesvorhaben gezeigt.

Ulrich Oskamp, Diözesanreferent der Katholischen Landvolkbewegung im Bistum Münster (KLB), forderte dazu auf, sich stärker um das Vertrauen der Bürger und Konsumenten zu bemühen. Die Landwirtschaft müsse daran arbeiten, verloren gegangenes Vertrauen zurück zu gewinnen. Das Landesnaturschutzgesetz komme ihm vor wie ein kollektives Misstrauensvotum der Landespoli- tik gegenüber den Landwirten.

Dies griff Christina Schulze Föcking auf und regte vor allem die Vertreter der katholischen Landjugendbewegung an, stärker als bisher in die Öffentlichkeit zu tragen, was moderne Landwirtschaft heute bedeute. Um die Öffentlichkeit von der Landwirtschaft zu überzeugen, sollten die jungen Landwirte ihre Positionen offensiv vortragen und deutlich machen, welchen wichtigen Beitrag die Landwirtschaft für die Gesellschaft leiste.

 


Nach den Gesprächen im Landtag stellten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der KLA-Landrunde dem Fotografen.