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Hier finden Sie Berichte und Informationen über frühere Aktivitäten der KLA Land NRW.

 

 

 

11. März 2014: Jubiläumsveranstaltung 40 Jahre KLA Land NRW
Aus Anlass des vierzigjährigen Bestehens der Katholischen Arbeitsgemeinschaft Land NRW (KLA) fand ein Jubiläumsempfang am Dienstag, 11.3.2014 im Düsseldorfer Maxhaus statt. Der Festakt begann mit einem Gottesdienst in der St. Andreas-Kirche. Zelebrant war Msgr. Uwe Wischkony, Direktor der Kath. Landvolkshochschule „Anton Heinen”, Hardehausen.

 

 

Festgottesdienst in der Düsseldorfer St. Andreas-Kirche (Foto: Rücker).


Msgr. Wischkony betonte in der Predigt, dass die 40 eine heilige Zahl sei. Die Bibel berichtet, dass das Volk Israel 40 Jahre durch die Wüste wandern musste, ehe es in das Gelobte Land einziehen konnte. Bezogen auf das Jubiläum der KLA Land, war deren Weg ebenso geprägt von „Wüstenerfahrung” wie auch von „Oasen”. Im Übrigen, so Wischkony, sei ein Aufenthalt in der Wüste oft von einer intensiven Gotteserfahrung geprägt. So wünsche er der KLA, dass Verantwortliche und Mitgliedsinstitutionen auch in den kommenden Jahrzehnten immer wieder die Erfahrung machen, dass der Segen Gottes sie bei ihrer verantwortungsvollen Arbeit begleite.

Beim anschließenden Festakt im Maxhaus, dem katholischen Zentrum in der Düsseldorfer Altstadt, konnte der Vorsitzende der KLA Land, Dr. Kurt Kreiten, neben Vertretern der Mitgliedseinrichtungen auch Vertreter des Bundesvorstands der Katholischen Landvolkbewegung sowie der Partnerorganisation Evangelischer Dienst auf dem Land (ELD) in Nordrhein-Westfalen begrüßen. Kreiten freute sich auch über die Anwesenheit von Mitgliedern des Düsseldorfer Landtags, darunter Werner Jostmeier (Coesfeld), Annette Watermann-Krass (Warendorf), Walter Kern (Lemgo), Hubertus Fehring (Höxter) und Bernhard Tenhumberg (Vreden). Sie seien wichtige Ansprechpartner für die KLA in Fragen der Landespolitik und des ländlichen Raumes.Ein besonders herzliches Willkommen richtete Dr. Kreiten an den Mitbegründer der KLA und deren langjährigen Vorsitzenden Johannes Wilde, der zudem von 1972 bis 1990 Mitglied des Landtages war.

 

Dr. Winfried Kösters beim Festvortrag „Weniger, bunter, älter - Über die Herausforderungen des demografischen Wandels in ländlichen Räumen.

Den Festvortrag hielt Dr. Winfried Kösters M.A., freier Journalist und Publizist, zum Thema „Weniger, bunter, älter - Über die Herausforderungen des demografischen Wandels in ländlichen Räumen”. Er habe den Eindruck, so Kösters, dass das Thema Demografie fast ausschließlich im Blick auf die älteren Menschen thematisiert werde. Dabei komme es ebenso darauf an, die weniger werdenden Kinder und Jugendlichen beim demografischen Wandel mit in den Blick zu nehmen. „Wir können auf kein Kind und dessen Talente verzichten”, sagte Kösters, ihre Förderung sei vor allem für die ländlichen Räume existenziell notwendig. Unsere Bevölkerung werde bis 2060 um rund 16 Millonen flächendeckend schrumpfen, das entspreche in etwa der Bevölkerungszahl von Nordrhein-Westfalen. Dabei werde die Bevölkerung im ländlichen Raum stärker schrumpfen als in den Städten. Dr. Kösters forderte in diesem Zusammenhang, diesen Prozess intelligent zu gestalten, denn zurückholen lasse sich diese Entwicklung nicht.

 

Impressionen vom Festakt im Düsseldorfer Maxhaus:
 
 
 

 

Von links nach rechts: Ulrich Oskamp, Geschäftsführer der KLA Land (Münster), Werner Jostmeier MdL (Coesfeld), Johannes Wilde (Mitbegründer der KLA Land und langjähriger Vorsitzender), Dr. Kurt Kreiten (Kleve-Rindern), Dr. Winfried Kösters und Hubertus Fehring MdL (Höxter).
 



Stießen auf das Jubiläum an: Dr. Kurt Kreiten (Wasserburg Rindern), Irmgard Hüppe (Ländliche Familienberatung im Bistum Münster, Michael Gennert, (LVHS Freckenhorst), Heinrich Disselmann (Landwirtschaftliche Seniorengemeinschaft Kreis Warendorf), Margret Schemmer (KLB Bistum Münster).
 

 



Dr. Winfried Kösters im Smalltalk mit Johannes K. Rücker und Ruth Metten (Bundesvorstand der KLB Deutschlands) und Hedwig Haarmann (Kuratoriumsvorsitzende der LVHS Freckenhorst).


Walter Kern MdL, Werner Jostmeier MdL, Dr. Winfried Kösters, Bernhard Tenhumberg MdL (v.l.n.r.)
 

 



Msgr. Uwe Wischkony (LVHS Hardehausen) im Gespräch mit Johannes Wilde (rechts).
 


 

30. Januar 2014: Festakt zum 60jähigen Bestehen der LVHS Freckenhorst
Mit einem Festgottesdienst mit Bischof Dr. Felix Genn und einem Festakt mit über 200 Gästen aus Politik, Landwirtschaft, Kultur und Bildung am 30. Januar 2014 feierte das KLA-Land-Mitglied, die Katholische Landvolkshochschule „Schorlemer Alst” in Warendorf-Freckenhorst ihr 60jähriges Bestehen.
Bischof Genn die LVHS als "bedeutendes Zentrum der Begegnung und des offenen Dialogs", dessen Aufgabe es sei, die Vielfältigkeit des Lebens aus christlicher Sicht zu erschließen. Dabei sollte das Haus von Anfang an vor allem dem Landvolk dienen, wie Bischof Michael Keller es bei der Einweihung am 2. Februar 1954 formuliert hatte. Diesem Auftrag sei die LVHS mehr als gerecht geworden, so Genn. Gleichzeitig zeige die Erfolgsgeschichte der LVHS, welch hoher Stellenwert der Landwirtschaft im kirchlichen Leben zukomme. Der Vorsitzende der KLA Land, Dr. Kurt Kreiten, überbrachte die Glückwünsche der Katholischen Landesarbeitsgemeinschaft.
 


Festakt zum 60jährigen Bestehen der Kath. Landvolkshochschule Freckenhorst. Vordere Reihe von rechts nach links: Dr. Rupert Neudeck, Bischof Dr. Felix Genn, LVHS-Direktor Michael Gennert, LVHS-Kuratoriumsvorsitzende Hedwig Haarmann, Diözesanpräses Bernd Hante, Landrat des Kreises Dr. Olaf Gericke, Bürgermeister Joachim Walter (Warendorf). Zum 60. LVHS-Geburtstag sind für das Jubiläumsjahr noch weitere Veranstaltungen geplant, unter anderem ein Tag der offenen Tür am 29. Juni 2014. 

Die Festrede hielt der bekannte Journalist Dr. Rupert Neudeck, in der er ein leidenschaftliches Plädoyer für eine friedliche Weltgemeinschaft ablegte. Deutschland brauche mehr Mut, so Neudeck, um Menschen in Krisengebieten zu helfen. Dabei dürfe sich eine freie, demokratische Gesellschaft wie die Bundesrepublik nicht von Kräften abhalten lassen, die die Entwicklung behindern wollten.

 


 

15. Januar 2014: Jahresgespräch mit dem Katholischen und Evangelischen Büro in Düsseldorf
Agrarsoziale Themen im Vordergrund

Die Herausforderungen für Landwirtschaft und Ländliche Räume und agrarsoziale Themen standen im Vordergrund des Jahresgesprächs der KLA LAnd NRW mit Vertretern des Katholischen und Evangelischen Büros, das am 15. Januar 2014 in Düsseldorf stattfand. Ebenso wurde ein kritischer Blick auf die Europäische Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) und ihre Konzeption bis 2020 geworfen. Neben den wirtschaftlichen und ökologischen Herausforderungen, die sich der Landwirtschaft in Deutschland und Europa in den kommenden Jahren stellen, muss nach Überzeugung der Gesprächsteilnehmer, der Lebensfähigkeit der ländlichen Räume ein besonderer Stellenwert beigemessen werden. 
Der Beauftragte der Evangelischen Kirchen Rheinland und Westfalen sowie der Lippischen Landeskirche, Dr. Thomas Weckelmann betonte als Gastgeber des Gesprächs den Wert des regelmäßigen Informationsaustauschs mit den Vertretern der Mitgliedseinrichtungen der KLA Land und dem Katholischen Büro in NRW.
 

Jahresgespräch im Evangelischen Büro Düsseldorf
Die Teilnehmer beim Gespräch im Evangelischen Büro Düsseldorf (v.l.n.r.): Dr. Kurt Kreiten, Vorsitzender der KLA Land, Dr. Burkhard Kämper, kommissarischer Leiter des Katholischen Büros Düsseldorf, Dr. Thomas Weckelmann, Beauftragter der Evangelischen Kirchen bei Landtag und Landesregierung, Ulrich Oskamp, Geschäftsführer der KLA Land, Stefan Kreye, Kath. Landvolkshochschule Hardehausen, Dr. Peter Markus, Evangelische Akademie Villigst und Präses Bernd Hante, Bistum Münster. 

 


 

27. November 2013: Gespräch mit Werner Jostmeyer MdL
Die Katholische Arbeitsgemeinschaft Land NRW (KLA) führte am 27. November 2013 im Düsseldorfer Landtag ein Gespräch mit dem Landtagsabgeordneten Werner Jostmeier (Coesfeld). Dabei ging es u. a. um Fragen des „Kommunal-Soli”. Die Mehrheit der rot-grünen Regierungskoalition hatte an diesem Tag beschlossen, dass ab kommenden Jahr 59 finanzstärkere Städte an 27 besonders hoch verschuldete Kommunen jährlich insgesamt 91 Millionen Euro zahlen. Vor dem Landtag gab es Demonstrationen von zahlreichen Vertretern von Geberkommunen gegen den umstrittenen Kommunal-Soli.
 

Gespräch mit W. Jostmeier MdL
Meinungsaustausch mit Werner Jostmeier MdL im Düsseldorfer Landtag, Rechts im Bild
Dr. Kurt Kreiten, Vorsitzender der KLA Land und Direktor der Wasserburg Rindern. (Foto: Rücker)

Werner Jostmeier (CDU) sagte im Gespräch mit den Vertretern der KLA Land, diese Regelung werde von Kommunen des ländlichen Raums als „Bestrafungsaktion” für Gemeinden, die eine solide Haushaltspolitik in den letzten Jahren betrieben hätten, angesehen.
 

Gespräch mit W. Jostmeier MdL
Anja Brockschmidt (KLJB), KLA-Geschäftsführer Ulrich Oskamp (Münster) und Johannes K. Rücker (Vorsitzender der Ländlichen Familienberatung im Bistum Münster u. stellv. Bundesvorsitzender der Katholischen Landvolkbewegung Deutschlands) beim Gespräch im Düsseldorfer Landtag (v.l.n.r. - Foto: Hüppe).


Bezüglich aktueller Probleme der Landwirtschaft in NRW wurde von den Vertretern der Arbeitsgemeinschaft an die Politik die Forderung gestellt, z. B. in Fragen der Tierhaltung nicht nur die Produzenten in den Blick zu nehmen, sondern auch das Verbraucherverhalten. Es passe nicht zusammen, wenn Verbraucher einerseits eine artgerechte Tierhaltung fordern, andererseits aber beim Einkauf ausschließlich auf den Preis achteten („Geiz ist geil”). Hier tue Aufklärung und Bildung not. Der starke strukturelle Wandel in der Landwirtschaft fordere zudem Politik und Verbände heraus, vor allem im Blick auf junge Landwirte zu verdeutlichen, welche Perspektive in den Entwicklungen der Höfe stecke.